Seit dem Schuljahr 2013/2014 nehmen die Schüler/innen der Hauptstufe 2 (unserer Oberstufe) regelmäßig am Langzeitprojekt "Das Klassenzimmer im Grünen" teil. Ihr Klassenlehrer hat die Ausbildung zum Streuobst- und Naturschutzpädagogen sowie ein Jahr später zum Fachwart für Obst und Garten gemacht. Seither arbeiten die Schüler/innen mit ihm über das Schuljahr verteilt an verschiedenen Modulen (siehe Verein der Streuobstpädagogen).
Ziel dieses Projektes ist die Sensibilisierung der Kinder- und Jugendlichen als auch deren Eltern für die oft noch vorhandenen eigenen Streuobstwiesen. Viele sind ungepflegt und ungenutzt. Deren Wiederbelebung und Erhaltung ist unser Anliegen. Warum? Die Obstbäume der Streuobstwiesen sind nicht nur Lieferant besten Obstes und Saftes, sondern die Wiese im Gesamten hat eine enorm vielfältige Fauna und Flora. Der Pflege dieser alten Baumbestände und die Pflanzung junger sogenannter "Hochstämme" ist praktizierter Umweltschutz. Die Jugendlichen sollen ein Verständnis für Ökologie, Biodiversität und vor allem Regionalität entwickeln und hoffentlich später auch selber nach diesen Grundsätzen leben (siehe auch LRA Zollernalbkreis mit den u.a. Links).
Auf dieser Seite wollen wir einen kleinen Überblick geben über unsere Pflanzaktionen.
SchwaBo vom Juni 2025

Insektenfreundliche Blühmischungen

Ende April war es wieder so weit, die Schüler der Klassen 5-9 der Astrid-Lindgren-Schule säten ca. 50 qm bei der Realschule unter unseren Obstbäumen und ca. 100 qm im Lehrgarten des OGV Bisingen mit einer insektenfreundlichen Blumenmischung ein. Die Samenmischung wurde vom LRA bereitgestellt und im Rahmen der Aktion „Blühender Zollernalbkreis“ in den Schulen von den Streuobstpädagogen ausgesät.

Nachdem die Kinder die Felder mit Maurerschnüren in gleich große Bereiche eingeteilt hatten, erhielt jeder Schüler die genau dafür abgewogene Menge an Blumensamen, verteilte diese gleichmäßig und trat sie anschließend fest.
Ein herzliches Dankeschön geht an die helfenden Hände: An den Bisinger Bauhof für die Vorbereitung der Fläche am Schulzentrum und an David Wiesenberger für die Bodenvorbereitung beim OGV Bisingen.
Hochinteressanter Zufall: Am Tag der Einsaat beim OGV Bisingen war gerade ein Bienenvolk mit ihrer alten Königin ausgeschwärmt und hing gut sichtbar auf Kopfhöhe in einem Obstbaumast. Die Schüler konnten diese Besonderheit der Bienen gleich bestaunen und erhielten von Imker Rolf die Erklärung dazu.
Im Rahmen des Projekts "Blühender Zollernalbkreis" legen die SchülerInnen mit Ihrem Lehrer Björn Hodler (ausgebildeter Streuobstpädagoge und Fachwart für Obst und Garten) Blumenwiesen an, die speziell auf die Bedürfnisse verschiedener Schmetterlings-, Wildbienen- und anderer Insektenarten abgestimmt sind. Ziel ist es, den Insekten über Monate hinweg ein Nahrunsangebot zu bieten. Die Samenstände der verblühten Blumen dienen im Herbst und Winter auch den Vögeln als Nahrung.
Wichtig dabei ist eine gründliche Bodenvorbereitung und anfängliche Bewässerung, damit die Samen gut treiben. Außerdem werden diese Wiesen weder gedüngt und meist auch nicht gemäht, um den Blütenreichtum zu erhalten.
Das Projekt umfasst die Themen:
Boden: Aufbau, Entstehung, Funktion
Aussaat: Verschiedene Samen, Verbreitungsmechanismen, Boden vorbereiten, Aussat und Pflege
Beobachten: Blütenbildung, Bestäubung, Samenbildung, Blüten bestimmen, Insekten beobachten, Samenernte
2015 haben wir ca. 50 qm zwischen unseren Obstbäumen mit einer Wildblumenmischung der Firma Rieger & Hofmann eingesät.
2016 säten wir ca. 50 qm neben der Realschule und ca. 100 qm auf dem Gelände des OGV Bisingen mit "Bingenheimer Bienensommer" ein. Auf ca. 150 qm am Ortsrand von Zimmern ist die "Syringa Wildblumenmischung" eingesät.
2018 wurden bei der Realschule die "Bingenheimer Bienenweide" und beim OGV die "Feldblumenmischung" von Rieger & Hofmann auf insgesamt ca. 200 qm ausgesät.
Die kommenden Jahre säten wir immer wieder neben der Realschule und beim OGV Bisingen die vorbereiteten Flächen ein.

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PRESSEMITTEILUNG
Prominente Unterstützung der Astrid-Lindgren-Schule in Bisingen
Bienen machen Schule und die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung unterstützen die Astrid-Lindgren-Schule in Bisingen. Sophie Prinzessin von Preußen überreichte am Montag den 23. Mai eine Erlebnis-Bienenwunder an die Schülerinnen und Schüler. Mithilfe des interaktiven Erlebnis-Sets erhalten die Kinder spielerisch Einblicke in die faszinierende Welt der Bienen.
Am Montag gab es prominenten Besuch an der Astrid-Lindgren-Schule in Bisingen, welche ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen ist. Die Vorstandsvorsitzende der Prinzessin Kira Stiftung und Schirmherrin der Initiative Bienen machen Schule Prinzessin Sophie von Preußen besuchte die Schule, zusammen mit Jonas Ewert und Alica Kipp der Initiative Bienen machen Schule.
Auf der schuleigenen Streuobstwiese begrüßte Björn Hodler, Rektor der Schule, alle Anwesenden und zeigte sich erfreut über die prominente Unterstützung. Hodler, selbst ausgebildeter Streuobstpädagoge, präsentierte, was die Astrid-Lindgren-Schule schon in der Vergangenheit im Bereich der Streuobstpädagogik umgesetzt hat und zog Parallelen zur Bildungsarbeit rund um die Biene. Er möchte das Erlebnisset im Rahmen der Streuobstpädagogik in den Unterricht einbringen.
Jonas Ewert, Projektmitarbeiter der Initiative Bienen machen Schule, des Rosenfelder Vereins Mellifera, stellte das Wirken der Bildungsinitiative dar und erklärte weshalb das Bienen Erlebnisset entwickelt wurde. Ewert freut sich, dass durch die prominente Unterstützung der Kira-Stiftung noch mehr Kinder und Jugendliche erreicht werden können.
Prinzessin Sophie von Preußen unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung der Bienen und Naturerfahrungen sowie die Faszination und Begeisterung, welche diese bei Kindern hervorrufen. Zusammen mit Bienen machen Schule möchte die Kira Stiftung Schulen im Zollernalbkreis bei ihrer umweltpädagogischen Arbeit unterstützen. Die Honigbiene ist dabei für die Kinder der Bezugspunkt, welcher sie in Umweltbeziehungen blicken lässt und ermöglicht eine emotionale Bindung zu Insekten aufzubauen, um diese zu schützen.
Die Schüler*innen der Streuobstklasse präsentierten abschließend ihre frisch eingesäte Blumenwiese und zeigten damit, dass sie sich schon für blütenbesuchende Insekten einsetzen. Zudem hatten sie Plakate zum Thema Blühpflanzen und Bienen gestaltet, welche sie eigens für den Termin vorbereitet hatten. Sie freuen sich schon darauf, wenn im Sommer die Bienen an ihre Blumen kommen.
Ein Widersehen wird es auf der Burg Hohenzollern geben, auf die Prinzessin Sophie die Klasse einlud. Dort können die Schüler*innen dann erzählen, was sie mit dem Erlebnis Bienenwunder erlebt und gelernt haben.
Die Initiative Bienen machen Schule des Vereins Mellifera aus Rosenfeld bringt Pädagog*innen und Imker*innen zusammen, die im Kindergarten oder Schulunterricht, in der Bienen-AG, in Umweltzentren, der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder im Imkerverein ein Bewusstsein für die faszinierende Welt der Bienen schaffen wollen. Ein zentrales Anliegen ist es, dass junge Menschen die Möglichkeit erhalten, mit und von den Bienen zu lernen.
Mehr Infos unter: www.bienen-schule.de/
Die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung setzt sich seit Jahrzehnten für das Wohl von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen ein, für die ein unbeschwertes Leben leider keine Selbstverständlichkeit ist. Dazu veranstaltet die Stiftung Ferienfreizeiten auf der Burg Hohenzollern, Musical- und Literaturworkshops, Wohltätigkeitskonzerte sowie Naturcamps. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Stärkung von positiven Natur- und Selbsterfahrungen.
Mehr Infos unter: www.kira-stiftung.de/

Hier gehts zum Artikel Süßmost 2025
Süßmost 2023: Bei strahlendem Sonnenschein fand mit unseren Schülern im Rahmen des Projekts „Das Klassenzimmer im Grünen“ wieder die eigene Süßmostherstellung statt. Mit der speziell für die Streuobstpädagogen vom LRA bereitgestellten Mühle und Presse durften unsere knapp 30 Kinder und Jugendlichen unter Anleitung und Aufsicht ihrer LehrerInnen auf dem Gelände des OGV Bisingen Äpfel und Birnen auflesen, mahlen und den Saft auspressen. Natürlich wurde gleich vor Ort flaschenweise Süßmost für zuhause abgefüllt und verkostet und der Saft einhellig als unglaublich lecker bewertet. Mit den erst kürzlich vom OGV erworbenen Obstsammlern ging die Arbeit mühelos von der Hand. Nebenbei wurde mit den Hocherntern auch Tafelobst direkt vom Baum gepflückt, welches den Schülern und Lehrern nun als Pausensnack in der Astrid-Lindgren-Schule dient. Da die Arbeit an der frischen Luft hungrig macht, bekamen die Kinder Butterbrezeln vom OGV spendiert und später wurde ein Feuer zum Grillen entfacht. Mit restlichem Süßmost im Fass fürs Klassenzimmer und gefüllten Mägen ging ein wunderschöner Herbsttag zu Ende. Alle waren sich einig: Nächstes Jahr wieder.
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Auf unserem Pflanzplan sehen sie die Sorte und das Pflanzdatum. Wir wollen insgesamt 8 Bäume auf dieser Wiese pflanzen.
Die Schüler/innen graben mit Muskelkraft die Pflanzlöcher. Dabei wird die Grasnarbe vom humosen Boden getrennt. Mutterboden und Pflanzerde werden gemischt, die Wurzeln des Baumes zum Schutz vor Verbiss in einen Drahtkorb gepackt und das Pflanzloch mit dem Erdgemisch wieder aufgefüllt. Zuvor wurde noch ein Stützpfosten eingeschlagen, der den Baum die ersten Standjahre sicher hält. Gut wässern nicht vergessen...

Schuljahr 2013-14
Im ersten Jahr pflanzten wir zwei Apfelbäume: Einen "Reglindis" und einen "Kardinal Bea".
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Schuljahr 2014-15
Dieses Jahr pflanzten wir weitere Apfelbäume, nämlich einen "Winterrambour" und einen "Topaz".
Schuljahr 2014-15
In diesem Schuljahr konnten unsere Mädchen einen in der Nähe arbeitenden Baggerfahrer dazu überreden, uns ein wenig zu helfen, was dieser auch gerne tat. Nachdem wir mit Pickel und Spaten in dem trockenen und darum steinharten Boden einfach nicht mehr weiter kamen, grub der nette Mann uns den Rest mit dem Bagger aus - das war klasse, danke!!! Dann pflanzten wir einen "Fraas Sommerkalvill" und einen "Sonnenwirtsapfel".
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Schuljahr 2017-18
Unsere Baumwiese ist nun fast voll, nur noch zwei Bäume passen darauf. Zum Abschluss pflanzen wir zwei Birnbäume: "Stuttgarter Gaishirtle" und "Die Köstliche aus Charneux". Leider bei sehr nassem Wetter, der matschige Aushub war tonnenschwer... Auch in diesem Jahr erhielten wir Hilfe. Lothar Ott vom OGV Bisingen grub uns die Pflanzlöcher sehr großzügig mit seinem Bagger aus, damit die Bäume bessere Bedingungen zum Anwachsen haben. Auch ihm ein herzliches "Vergelt's Gott".
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